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Liberale vor Ort

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Ein paar Worte zur Energiepolitik

Meiner Ansicht nach gibt es sehr positive Zeichen in der Energiepolitik der FDP wie der Abbau der Kohlesubventionen.

Mit jungen Menschen ist ganz bestimmt ein Wechsel im Denken und eine Energiewende tendenziell eher möglich. Privatleute, Landwirte und Firmen, die sich für erneuerbare Energien und fortschrittliche Energieanlagen einsetzen, sollten sukzessive gefördert werden, d.h. mit abnehmender Förderrate. Am Anfang mehr, um die Sache ins Rollen zu bringen. Mit zunehmender Verbreitung weniger, da ja dann auch der Anteil der nicht erneuerbaren Energien sukzessive zurückgegangen ist und das Förderziel damit erreicht ist. Ich hoffe, dass die Streichungspläne der FDP im Solarbereich zumindest auch dieser Logik entsprechen.

Die FDP kann auf bundespolitischer Ebene energiepolitisch Einiges wieder gut machen und beweisen, dass sie wirklich einen modernen Energiemix anstrebt.

- Gleichbehandlung der Verkehrsträger in der Besteuerung. Das Auto wird gegenüber dem Flugzeug eindeutig diskriminiert. Warum nicht sich EU-weit für eine Kerosin-Steuer einsetzen. Die 3-Tage-Urlaubsflieger sollten nicht noch zusätzlich angereizt werden. Jetzt wäre ein guter Zeitpunkt zuzuschlagen. Angenehmer Nebeneffekt: Die Urlauber geben das Geld wieder eher im eigenen Land oder benachbarten EU-Ländern aus, nicht mehr im fernen Ausland. Und es macht doch gerade in Deutschland industriepolitisch wenig Sinn, das Fliegen derart steuerlich zu schonen. Es werden deutlich mehr Autos als Flugzeuge bei uns gebaut. Und auch Arbeitsplätze entstehen doch im deutschen Flugzeugbau weniger als in der Autowirtschaft. Bei den europäischen Nachbaren sieht es ähnlich aus.

- Kohle-Subventionen u. solche für weitere nicht erneuerbare Energiequellen gehören komplett gestrichen. Aber da ist die FDP ja gut dabei wie das NRW-Beispiel zeigt wo man dafür 7000 Lehrer einstellte. Das ist der richtige Weg.

- AKW sollten ihre Entsorgungskosten komplett selbst tragen ohne Beteiligung des Steuerzahlers. Gorleben und ähnliche Dinge sollten den Steuerzahler künftig nicht mehr belasten. Die AKW-Betreiber verdienen schweres Geld - also sollen sie sich selbst um eine umweltverträgliche Lösung kümmern (bei Überwachung durch die Umweltbehörden natürlich). Vielleicht verkürzen sich auch dann die Laufzeiten ganz von selbst. Wenn sich die Produktion von Atomstrom nicht mehr so sehr lohnt, geht diese locker mindestens so schnell zurück wie man Windkraftanlagen u.ä. bauen kann.

- Jeder, der die Umwelt über Gebühr schadet und Grenzwerte nicht einhält, sollte mit Verschmutzungszertifikaten angemessen bestraft werden und nicht sich einfach so davonstehlen können. Ich glaube hier kommen EU-weit viele sehr gute Vorgaben. Man sollte dies proaktiv unterstützen.

Ich hoffe, die Beispiele zeigen, dass liberale Politik gar nicht im Widerspruch zu grüner Politik stehen muss und sich beide Orientierungen sogar gut ergänzen können.

 

Ein paar Worte zur Gesundheitspolitik

Liebe Leser

Warum wird man beim Rechtsanwalt (i.d.R.) gut behandelt und bekommt sofort einen Termin, als Kassenpatient beim Arzt hingegen oft wie ein Bittsteller behandelt? Weil es sich bei der GKV um eine Mangelverwaltung handelt! Eine Summe Geldes x wird irgendwie verteilt. Mit den gezahlten Beiträgen hat das wenig zu tun, weshalb gesetzlich Versicherte bei gleichen Beiträgen gegenüber Privatpatienten trotzdem (i.d.R.) Patienten zweiter Klasse sind.

Meine Überzeugung ist: Die Gesundheit ist das Wichtigste und kostet das, was sie kostet. Nur wenn dem System die benötigten Gelder zur Verfügung stehen, ist eine moderne Medizin möglich. Der Ökonom sagt: "there is no free lunch". Ich sage: Man kriegt immer nur das, was man bezahlt.

Die FDP schlägt vor:

"Für die Absicherung des Krankheitsrisikos schlägt die FDP einen kompletten Systemwechsel vor: den *privaten Krankenversicherungsschutz mit sozialer Absicherung* für alle. Jeder Bürger ist verpflichtet, einen Mindestumfang an Leistungen, die so genannten Regelleistungen, für den Krankheitsfall abzusichern. Der Verpflichtung sich zu versichern, kann er dabei bei einem Versicherer seiner Wahl nachkommen. Er ist frei darin, seinen Versicherungsschutz so zu gestalten, wie es seinen Bedürfnissen entspricht, also z. B. mit einem hohen oder niedrigen Selbstbehalt, mit unterschiedlichen Selbstbeteiligungen, mit einem sehr umfangreichen Leistungskatalog, mit einer vollständig freien Arztwahl oder der Akzeptanz bestimmter Einschränkungen.

Jeder Bürger hat bei Geburt und beim Versicherungswechsel einen Anspruch darauf, im Umfang der Regelleistungen unabhängig von seinem Gesundheitszustand ohne Risikozuschläge versichert zu werden. Um allen einen bezahlbaren Versicherungsschutz zu gewährleisten, muss jedes Krankenversicherungsunternehmen einen Pauschaltarif mit Kontrahierungszwang anbieten, der weder nach Alter, Geschlecht, Risiko oder sonstigen Kriterien differenziert.

Der soziale Ausgleich erfolgt nicht mehr wie bisher unkoordiniert und mit teilweise ungerechten Auswirkungen in der Gesetzlichen Krankenversicherung, sondern über das an den einheitlichen Kriterien der Leistungsfähigkeit und Bedürftigkeit ausgerichtete Steuer- und Transfersystem. Ein entsprechender Pauschalbetrag als Bestandteil der Grundsicherung sorgt dafür, dass auch Bürger, die nur über geringe oder gar keine finanziellen Mittel verfügen, eine private Krankenversicherung abschließen können.

Auch die Pauschalen für Kinder sowie die Kosten im Zusammenhang mit Schwangerschaft und Mutterschaft werden durch die Steuerzahler finanziert. Wir setzen damit auf ein freiheitliches, privates Versicherungsmodell, das auf den Prinzipien des Wettbewerbs unter Anbietern von Gesundheitsleistungen und Versicherungen und der sozialen Verantwortung beruht. Funktionsfähiger Wettbewerb entsteht durch Wahlfreiheit der Patienten, privatrechtliche Organisation der gesetzlichen Krankenkassen, durch Tariffreiheit und flexible Vertragsstrukturen".

Die Schweiz hat z.B. ein privates Krankenversicherungssystem. (Auch) dort bekommt man eine private Krankenversicherung für ähnliche Beiträge wie in Deutschland, Rechner auf:

http://www.20min.ch/tools/krankenkassev2/krankenkasse.tmpl?8000|1970

Für die meisten Menschen ist eine private Absicherung finanzierbar. Ohne Beitragsbemessungsgrenze könnten und würden sich die meisten Menschen privat versichern. Für die armen Menschen muss sowieso der Staat aufkommen. Insofern ist es gerechter, wenn der Staat für die Krankenversicherung der armen Menschen bezahlt und nicht die Beitragszahler.

Das Gesundheitssystem (Privatarztbehandlung für jeden) würde im Ergebnis wohl etwas teurer werden, da die einzusparenden Bürokratiekosten wohl nicht alles refinanzieren. Letztlich muss sich ein Volk entscheiden, ob es wie in den letzten 30 Jahren weiter über eine Mangelverwaltung im Gesundheitswesen jammern will, oder ob für das Wichtigste im Leben, die Gesundheit, das ausgegeben wird, was es kostet. Die Entscheidung muss freilich getroffen werden. Wenn die Entscheidung gefallen ist, ist ein Wettbewerbssystem meiner Meinung nach auf jedem Gebiet einer Staatsbürokratie überlegen.

 

Wahlausgang Bundestagswahl

Die FDP Heidesheim dankt ihren Wählern für 14,6% vor Ort.

 

Flyer zur Bundestagswahl

Zur Bundestagswahl finden Sie HIER Thesen, für die die FDP auf den verschiedenen politischen Ebenen eintritt.

 

Fraktionsbildung im Verbandsgemeinderat

Die beiden Ratsmitglieder von FDP und Bürgerliste Hans-Peter Diehl (BL) und Michael Julius Schwarz (FDP) haben sich im Rat der VG Heidesheim zu einer Fraktion "Liberale / Bürgerliste" zusammengeschlossen.

Daher können alle Rechte einer Fraktion wahrgenommen werden und sämtliche Ausschüsse beschickt werden.

Als FDP'ler freue ich mich, dass mit Herrn Diehl ein in Heidesheim und seiner Verwaltung erfahrener Bürger für eine gemeinsame Fraktion gewonnen werden konnte.

Ich bin der Ansicht, dass liberale Interessen so am besten im Verbandsgemeinderat vertreten werden können.

Ihr Michael Julius Schwarz

FDP Heidesheim

 


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