FDP stärkt Datenschutz und Bürgerrechte
Internetsperren fallen weg - Online-Durchsuchungen und Vorratsdatenspeicherung eingedampft
Bei den von der abgewählten Bundesregierung geplanten Internetsperren "gegen Kinderpornografie" einigten sich die Koalitionsverhandlungspartner CDU und FDP darauf, dass das Bundeskriminalamt (BKA) statt dessen versuchen soll, die Seiten löschen zu lassen. Dies soll durch eine Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit erreicht werden. Sperren im Netz hätten der Einstieg in eine umfassende staatliche Zensur-Infrastruktur sein können und wurden daher von der Netzgemeinde stark kritisiert.
Bei der Vorratsdatenspeicherung solle die Nutzung der Daten zunächst auf schwere Gefahrensituationen beschränkt werden. Nach den Worten der FDP-Verhandlungsführerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die von einer "Aussetzung der Vorratsdatenspeicherung" sprach, geht es bei den Ausnahmen um aktuelle Gefahren für Leib und Leben.
Die FDP hat damit einen zentralen Punkt aus dem Wahlkampf ("keine Stoppschilder im Internet") umsetzen können.











